Brustvergrößerung – die beliebteste OP

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Nachdem vor sechs Jahren ein Skandal um billige gesundheitsschädliche Implantate für Aufsehen sorgte, sank die Zahl der in Deutschland durchgeführten Brustvergrößerungen geringfügig ab. Damals kam heraus, dass das französische Unternehmen PIP (Poly Implant Prothèse) über Jahre hinweg aus nicht für medizinische Zwecke erlaubte, billige Implantate aus billigem Industriesilikon geliefert hat. Im Jahr 2016 belegten Brustvergrößerungen wieder Platz 1 der beliebtesten Schönheits-OP bei deutschen Frauen.

Umfrage bestätigt: Brustvergrößerungen sind bei deutschen Frauen weiterhin beliebt

Zu diesem Ergebnis kam die DGPÄC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie), welche in Facharztpraxen und Schönheitskliniken 2200 Patienten befragte. Insgesamt gaben 17,8 der Patientinnen an, dass Sie entweder bereits ein Brustimplantat erhalten haben oder bekundeten Interesse daran. Nachdem Skandal 2010, von dem hierzulande 5000 Patientinnen betroffen waren, ist der Wunsch nach einer Brustvergrößerung mittels Brustimplantaten etwas zurückgegangen. 3,5 der befragten Teilnehmerinnen gaben an, diese Schönheits-OP statt mit Implantaten mit Eigenfett vornehmen zu lassen. Die Plätze zwei und drei der beliebtesten Schönheitsoperationen belegen Lidkorrekturen (10,1 Prozent) und Fettabsaugen (7,1 Prozent).

Gründe für die anhaltende Beliebtheit von Brustvergrößerungen

Jede Frau wünscht sich einen natürlich wirkenden, vollen Busen. Durch einen gezielten operativen Eingriff soll erreicht werden, dass ein BH durschnittlicher Größe ausgefüllt wird, eine schöne geformte Brust und damit ein attraktives Dekolleté hergestellt wird. Die Sensibilität und die Funktion der Brüste sollen trotz des Eingriffs erhalten bleiben. Weiterhin ist es wichtig, dass das Ergebnis beständig ist, damit keine korrigierenden Brust-OPs im Nachhinein durchgeführt werden müssen. Durch eine klassische Brustvergrößerung mittels Implantaten lässt sich dieses Ziel nahezu 100%ig erreichen.

Implantate sind in verschiedenen Formen, Stärken, Größen und Breiten in guter Qualität erhältlich. Einige Implantat-Hersteller bieten in der heutigen Zeit sogar eine lebenslange Qualität auf ihre Produkte an. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Jahre später ein Implantatwechsel unumgänglich ist. Ursachen dafür können Dislokation (Verrutschen) der Implantate, Alterung oder Gewichtsveränderungen, Brusterschlaffung durch Schwangerschaft und/oder Stillen, Brusterschlaffung durch das Gewicht der Implantate, Verhärtung der Bindegewebskapsel und tastbare Falten unter der Haut sein. Alternativen zur Brustvergrößerung mit Implantaten sind Eigenfetttransplantation oder Eigengewebe.Da sich ein Trend zu operationsfreien Verfahren abzeichnet, wird künftig die BRAVA-Methode weiter an Bedeutung gewinnen.

Erfolgsaussichten einer Brustvergrößerung

Seriöse Schönheitschirugen für Brust-OPs beraten Frauen, die eine Brustvergrößerung wünschen, ausführlich über die Möglichkeiten und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden. Trotzdem bekommt nicht jede Patientin die Brust, welche sie sich gewünscht hat. Jede Frau, die sich unters Messer legen will, sollte deshalb Ihre Entscheidung gründlich überprüfen. Nur um dem Partner zu gefallen, sollte keine Brustvergrößerung in Erwägung gezogen werden. Weiterhin muss Klarheit bestehen, dass es sich bei einer Brustvergrößerung um eine OP mit Risiken handelt, die meistens unter Vollnarkose durchgeführt wird. Liegen keine medizinischen Gründe für den Eingriff vor, müssen die Kosten aus eigener Tasche bezahlt werden.

 

Bauchfett statt Silikon

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Bauchfett statt Silikon – Natur versus Künstlichkeit

Unsere Figur begleitet uns lebenslang und sorgt dafür, ob wir uns gut oder unwohl fühlen. Als Kind haben wir noch wenig Probleme mit unserem Körper und sind deshalb auch ausgelassen und froh. Durch die Erfahrungen der Jahre und die Spuren, die das Leben auf unserem Körper hinterlässt, sei es aus Krankheits-, Unfall- oder Lebenswandelgründen, wünschen wir uns eine makellose Figur zurück.

Bauchfett als Nachfolger von Silikon

Bisher ist oft mit Silikon gearbeitet worden. Inzwischen setzen Chirurgen auf körpereigenes Fett, welches sie dann geschickt “ummodellieren”. Denn in einem vollen Busen sieht das Bauchfett doch viel attraktiver aus. Als Implantat eignen sich auch Oberschenkel und Gesäßfett.

Bei der Gewebetransplantation gibt es jedoch wie bei den Implantaten Risiken, die zu klären sind. Es kann zur Thrombose feiner Blutgefäße kommen, welches das Ersatzgewebe im Anschluss an die Brustwand bildet. Das tritt jedoch nur bei 1 bis 2 Prozent aller Fälle auf. Dagegen treten bei einer 15-prozentigen Wahrscheinlichkeit Kapselfibrosen, eine Brustverhärtung bei Implantateinsatz auf. Auch gibt es dabei ein 5-prozentiges Infektionsrisiko.

Damit ist der Einsatz von körpereigenem Fett deutlich im Vorteil, da es auch keine Folgeoperationen gibt wie beim Verwenden von Implantaten. Jede Krankenversicherung trägt die gesamten Kosten für die Mastektomie, die Entfernung der Brust bei Krebserkrankungen unabhängig von der Methode. Damit hat die Patientin wieder eine höhere Lebensqualität nach ihrem oft schweren Weg durch die Tumorerkrankung und hat keine Fremdkörper an sich. Natürlichkeit innen und außen bilden eine gute Einheit.